Mountainbiken mit Kindern – Outdoor-Abenteuer mit der Family genießen

By TVG
MTB Mountainbike Vater Sohn Bike
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Es ist einfach ein atemberaubendes Gefühl: Sich in seiner freien Zeit auf sein Bike schwingen, durchs Gelände brausen und sich so richtig auspowern zu können! Doch als stolzer Familien-Daddy ist das nun mal nicht mehr so oft möglich. Außer: Mann kann seinen Nachwuchs für das Radfahren begeistern! Outdoorsport mit den Kids klappt wunderbar und scheint darüber hinaus ziemlich angesagt zu sein. Warum sonst gibt es auch wirklich gute Bikes für Kids? Zuletzt sind wir auf die neuen Kids-Bikes des Profiradherstellers Canyon aufmerksam geworden, der auf seiner Website für die „Young Heroes“ wirbt.

Doch lohnt sich so eine Investition und finden Väter genug Zeit und Gelegenheiten, um die Bikes mit ihren Kids richtig zu nutzen? Klar, denn MTB-Training und -Touren machen den Kindern Spaß und eine MTB-Runde kann abwechslungsreich sein. Hier haben wir einige Infos rund ums Thema Mountainbiken mit den Sprösslingen.

Radfahren mit Kindern: 3 Tipps zur richtigen Strecke

Eine MTB-Tour mit Kind ist etwas anderes als eine Berg-und-Tal-Fahrt mit den Kumpels: Mit Anhang sollten die Touren gerade am Anfang etwas kürzer ausfallen. Doch es gibt auch Vorteile: Wenn die Nachwuchsbiker noch klein sind, sorgen Kinderanhänger & Co. für zusätzliches Gewicht beim Konditionstraining – und wenn die Zwerge dann groß genug für ein eigenes Rad sind und selbst kräftig in die Pedalen treten, geht der Spaß erst richtig los.

MTB Mountainbike Kids

MTB mit Kindersitz © Nik Frey / freeimages.com

Damit Kinder die Freude am MTB-Sport von Anfang an teilen können, ist die Auswahl der richtigen Strecke besonders wichtig:

  • Nicht zu weit weg: Die Anreise sollte idealerweise nicht länger als (maximal!) eine Stunde dauern. Je älter die Kids sind, desto länger halten sie natürlich durch.
  • Genug Abwechslung: Für Erwachsene ist der Weg das Ziel und man will einfach in aller Ruhe oder mit ganzer Kraft pedalieren – klar. Kinder brauchen jedoch gerade am Anfang etwas mehr Motivation. Eine Badepause, ein Eis, ein Picknick oder ein kleiner Streichelzoo auf halber Strecke wirken Wunder und sind der Geheimtipp in Sachen Durchhaltevermögen.
  • Nicht überfordern: Gerade wenn die Ausdauer der Kinder sich noch nicht ganz einschätzen lässt, ist es gut, immer einen Plan B zur Abkürzung in petto zu haben – und vielleicht sogar einen Plan C, der es durch vorab organisierte Kinderbetreuung am Ende noch erlaubt, eine Solo-Powerrunde zu drehen.

Die Mountainbike-Tour: Wohin soll es gehen?

Kinder beurteilen den Erfolg eines Ausflugs nach dem Spaß, den sie dabei haben. Das bedeutet: Die Tour muss für sie weder weit, noch exotisch sein, solange sie dabei gemeinsam mit ihrem Papa etwas erleben. Was ihnen Spaß macht, hängt natürlich vom Alter ab – daher lassen sich Touren und Ziele mit der Zeit entsprechend weiter ausdehnen.

Ziele in der Nähe: Gut für die Kleinen

Wenn ein Kleinkind im Anhänger oder ein Steppke auf seinem ersten Rad dabei ist, bieten sich Ausflüge in der Nähe des Wohnortes an: Idealerweise schwingt man sich direkt vor der Haustür in den Sattel – alternativ geht es mit dem Auto oder mit den öffentlichen Verkehrsmittels zu einem naheliegenden Ausflugsziel. Um das Interesse der Kids wachzuhalten, ist die Verbindung von Radfahren und Erlebnis hier wie erwähnt ideal.

Wer sich in der näheren Umgebung gut auskennt, kann den Schwierigkeitsgrad der Strecke je nach Ausdauer der Kids anpassen – wenn am Ende der Flachlandroute noch volle Power vorhanden ist, lassen sich vielleicht noch ein paar Höhenmeter oder ein Sprint querfeldein anhängen.

Ziele in der Ferne: Spannend für die Großen

Während für die Kleinen ein Nachmittagsausflug erst einmal genügt, können mit älteren Kindern, die das Mountainbiken schon gewohnt sind und entsprechende Ausdauer mitbringen, größere Touren unternommen werden. Hier empfiehlt sich eine Wochenendtour, um auszutesten, wie sattelfest der Junior ist. Fällt die Proberunde positiv aus, steht einem kompletten Urlaub auf Rädern nichts mehr im Wege. Das Mountainbike-Magazin hat fünf der schönsten Touren zusammengetragen:

  • Salzkammergut in Österreich: Vom 5-Kilometer-Weg für die kleinsten MTB-Fans bis zu Hardcore-Touren auf der Alm bietet das 1.000-Kilometer-Wegenetz mit seinen 76 Seen allerbestes Ausflugsmaterial.
  • Mittenwald: Hier werden sechs verschiedene Touren (von 13 bis zu 25 Kilometern Länge) mit viel Abwechslung geboten – dabei bereichern Karpfenfüttern, Bauernhofbesichtigungen und Schiffsfahrten das Fahrvergnügen auf dem MTB.
  • Savognin in der Schweiz: Der Pinocchio-Club im schweizerischen Graubünden sorgt dafür, dass Mountainbiken für Groß und Klein zum puren Urlaubsvergnügen wird. Kinder zwischen drei und zwölf Jahren werden hier entweder mit einem Kinderprogramm betreut oder sie fahren auf verschiedenen mittelschweren Routen mit den Erwachsenen.
  • Zugspitzarena in Tirol: Hier warten mittelschwere Touren und zahlreiche Kinderhotels entlang der Strecken auf radbegeisterte Eltern und ihren Nachwuchs!
  • Frankenwald: Für einen einzigen Urlaub sind die 300 Kilometer beschilderte Bike-Route schon fast zu viel – denn hier warten einfach zu viele spannende Zusatz-Programmpunkte am Wegesrand. Dazu gehören zum Beispiel malerische Schlösser, Festungen und ein Streichelzoo.

Was ist das richtige Mountainbike für Kids?

Egal, für welche Tour man sich entscheidet: Bevor es losgeht, brauchen die kleinen Biker erst mal die passende Ausrüstung. Schließlich soll der Nachwuchs bei Biketouren mit Papa und Mama den größtmöglichen Spaß haben und dabei so sicher und komfortabel wie möglich im Sattel sitzen. Nur mit diesen Voraussetzungen sind nämlich auch ausgedehntere Touren ohne Un- und Zwischenfälle möglich. Bei der Herstellung der neuen Kids-Bikes von Canyon werden beispielsweise die gleichen, hohen Maßstäbe angelegt wie bei der Produktion der Erwachsenen-Räder. Wer beim Kauf des MTBs zusätzlich auf Nummer sicher gehen will, für den hat das Mountainbike-Magazin einige Tipps zusammengetragen (hier geht’s zu den detaillierten Infos):

  • Möglichst passend: Anders als bei Schuhen und Klamotten sollte der Nachwuchs in die Rahmengröße seines Bikes nicht erst „reinwachsen“ müssen. Sprich: Wenn der Boden bei komplett abgesenktem Sattel nicht erreicht wird, ist das Rad zu groß. Bei einer Körpergröße bis 115 Zentimetern passt ein 14- oder 16-Zoll-Modell, bei bis zu 130 Zentimetern 18- bis 20-Zoll, bei bis zu 145 Zentimetern 20- bis 24-Zoll und ab 150 Zentimetern ein 26-Zoll-Modell.

  • Möglichst leicht: Zu schwere Fahrräder ermüden kleine Fahrer und machen besonders Höhenmeter unnötig anstrengend – damit der Fahrspaß erhalten bleibt, sollten Kids-MTBs nicht mehr als 10-11 Kilogramm wiegen (extra leichte Modelle kommen sogar mit 8,5 Kilogramm aus).

Übrigens: Bei Kindern unter 30 Kilogramm Körpergewicht sind Federelemente eher optisches Highlight als nützliches Equipment. Statt das Gewicht des Rades mit diesen Spielereien zu erhöhen, empfehlen sich 2-Zoll-Reifen mit etwas verringertem Luftdruck – das federt Stöße ebenso gut.

  • Möglichst sicher: Damit die Fahrsicherheit jederzeit gewährleistet ist, müssen die Bremsen für den Nachwuchs gut erreichbar und leichtgängig sein. Die Entscheidung, ob per Rücktritt oder Hand gebremst werden soll, trifft der Sprössling bei einer Probefahrt am besten selbst.

Und last, but not least: die Anzahl der Gänge. Diese hängt von dem Gelände ab, in dem es vorzugsweise auf (große) Tour gehen wird. Für überwiegende Routen im Flachland reicht eine Fünf-Gang-Schaltung aus; erst für bergige Etappen sind sieben Gänge empfehlenswert.

Tipps zur MTB-Fahrtechnik

Ist das passende MTB gefunden, will sich der Nachwuchs natürlich möglichst schnell in den Sattel schwingen und auch Papa brennt auf die erste Tour mit dem Sprössling. Doch bis zur ersten richtigen Runde braucht es noch ein bisschen Geduld: Zunächst gilt es, das Kind in entspannter Laune (weder hungrig, noch nörgelig oder schwer gestresst nach einem langen Arbeitstag) in vertrautem und verkehrsfreiem Gelände an sein neues „Spielzeug“ zu gewöhnen. Der Fokus sollte dabei auf problemlosem Aufsteigen, Absteigen, Lenken und Bremsen liegen – so lässt sich auch erkennen, ob Sattel, Bremse & Co. richtig eingestellt sind oder etwas nachjustiert werden muss.

Außerdem will auch das Fallen gelernt sein: Hier sind Papas Fähigkeiten als Mutmacher und Tröster gefragt. Wichtig ist, dass dem Kind vermittelt wird, dass es keine Angst vor Stürzen haben muss. Helm und Handschuhe bewahren es zwar vor Verletzungen, doch noch wichtiger ist, dass es sich beim Radfahren sicher fühlt und sich von kleinen Fehlschlägen nicht verunsichern lässt. Wer hier nicht nur selbst mit dem kleinen Radler üben, sondern seinem Kind einen professionell angeleiteten Start in das Abenteuer Mountainbike-Tour ermöglichen will, kann den Knirps außerdem zu einem Fahrtrainings-Camp anmelden.

Fazit

Gemeinsam neue Wege entdecken, gemeinsam durchhalten, gemeinsam die Freiheit spüren, wenn einem bergab der Wind um die Nase weht – muss man noch mehr sagen? Wir wünschen viel Spaß bei deiner nächsten MTB-Tour mit Anhang!



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